Gillbachbühne Evinghoven

gegründet 1986

Liebesgrüße aus Nippes

2008

Anton Schmitz, verheiratet mit Roswitha, nebst Tochter Steffi, hat beschlossen, einen Nebenjob als Privatdetektiv aufzunehmen. Sein bester Freund, der erfolglose Schriftsteller Harry Scheel, wird sein Assistent ("Harry, hol schon mal den Wagen.")

Anton und Harrys erster Einsatz ist die Beschattung des Verlegers Bodo Wieland - im Auftrag von dessen eifersüchtiger Gattin Ilse.

Bodo Wieland aber geht nicht fremd, sondern poliert seine rudimentären Tanzkünste bei seiner Lehrerin Steffi (Schmitz) auf.

Gleichzeitig ist er der Verleger, dem Harry Scheel unter dem Pseudonym Anton Schmitz seinen neuesten Roman "Liebesgrüße aus Nippes" gesandt hat.

Um alle Kreise zu schließen, hat Anton Schmitz Ilse Wieland vor einiger Zeit das Leben gerettet, durch Mund zu Mund-Beatmung, was Roswitha zu einem Eifersuchtsanfall animierte, der wiederum dazu führte, dass Ilse die Flucht ergriff und Bodo Wieland vors Auto lief - woraufhin diese beiden sich kennenlernten, sich ineinander verliebten und kurz darauf heirateten.

Bis alle Beteiligten, einschließlich der Zuschauer, diese Verwicklungen begriffen haben, sind drei Akte wie im Fluge vergangen - und zuguterletzt offenbart sich auch die schüchterne, bis dato uneingestandene Liebe von Harry und Steffi. Außerdem will Bodo Wieland den Roman "Liebesgrüße aus Nippes" veröffentlichen.

Mitwirkende

Bilder

Anton Schmitz  Bernd Bausen

Roswitha Schmitz Ingrid Schmitz

Steffi Schmitz  Gabi Schmitz

Harry Scheel Hansi Engels

Bodo Wieland  Jochen Steinbis

Ilse Wieland  Rita Bauer

 

Regie Helmut Schmitz

Regieassistenz  Helmut Heckenbach

Technische Leitung  Albert Dzinbala

Ton  Sebastian Bausen

Licht  Richard Rittner

Souffleusen  Gisela Steinbis

<>11 - 11

Pressestimmen

Eifersucht als guter Komödienkitt

 

Rommerskirchen (NGZ) Evinghoven Eigentlich ist Anton Schmitz (Bernd Bausen) mit seiner Roswitha (Ingrid Schmitz) ja glücklich verheiratet - damit dies auch so bleibt und er seiner kapriziösen Herzdame auch weiterhin alles bieten kann, was ihr Herz begehrt, ist freilich ein kleiner Nebenverdienst nötig.

 

Dass er sich diesen ausgerechnet als Privatdetektiv verdienen will, ist die Grundlage für ein veritables Chaos, an dem jetzt der Theaterverein „Gillbachbühne“ seine Fans insgesamt fünf Mal teilhaben ließ: Vor stets ausverkauftem Haus natürlich, wie es sich bei der „Gillbachbühne“ seit inzwischen mehr als zwei Jahrzehnten von selbst versteht. „Liebesgrüße aus Nippes“ von Peter Millowitsch und Barbara Schöller in der Regie von Helmut Schmitz standen diesmal auf dem Spielplan - wobei natürlich weniger die von ferne an James Bond erinnernden kriminalistischen Elemente als vielmehr der pure Klamauk im Vordergrund stand.

 

Der gute Detektiv braucht einen Assistenten, der wenn er Harry heißt, auch schon mal den Wagen vorfährt, sich dem Chef im konkreten Fall jedoch geradezu aufdrängt: Harry Scheel (Hansi Engels) ist als Krimi-Autor fast vom Fach und trägt sein Scherflein dazu bei, dass die Beschattung des Verlegers Bodo Wieland (Jochen Steinbis) von den abstrusesten Komplikationen erschwert wird. Ein schwerer Eifersuchtsanfall von Roswitha Schmitz ist eine davon, wobei der Kontakt des guten Anton zu einer Frau zwar besteht, jedoch eigentlich über jeden Zweifel erhaben sein sollte.

 

Der frisch gebackene Privatdetektiv arbeitet nämlich für die gleichermaßen rasend eifersüchtige Verlegersgattin Ilse Wieland (Rita Bauer). Just der sind er und seine Frau jedoch schon einmal begegnet, als Anton ihr per Mund-zu-Mund-Beatmung das Leben rettete. Der damalige Eifersuchtsanfall war die Ursache dafür, dass Ilse die Flucht ergriff und ihrem späteren Gatten Bodo Wieland vors Auto lief - mit der Heirat als einer der Konsequenzen.

 

Eifersucht bildet auch den lacherträchtigen Kitt für ein weiteres wichtiges Element der Handlung: Die verdächtigen Heimlichkeiten von Bodo Wieland, die den Argwohn seiner Frau auslösen haben jedoch keineswegs den von ihr vermuteten Grund: Statt eines „Fisdanöll“ verbindet Bodo Wieland und Steffi Schmitz (Gaby Schmitz) das höchst honorige Verhältnis von Schüler und Lehrerin.

 

Ausgerechnet bei Tochter des ihn beschattenden Detektivs nimmt der gute Bodo Tanzunterricht, um seine Frau zu überraschen. Am Ende geht natürlich alles gut aus: Die Missverständnisse klären sich auf, Harry und Steffi finden zueinander und Bodo Wieland druckt sogar den neuesten Krimi des angehenden Erfolgsautors.

 

[Quelle: NGZ-Online]

 

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