Gillbachbühne Evinghoven

gegründet 1986

Hosenflattern

2011

von Ray Galton und John Antrobus

nach einer Idee von Galton und Simpson

Deutsch von Frank-Thomas Mende

 

Howard Swerling hat ein "Date" mit seiner Geliebten. Dass ihm dabei von einem Einbrecher seine Hosen gestohlen werden, war allerdings nicht eingeplant. Die Jagd nach einer Ersatzhose beginnt – und führt über den Heiratsantrag eines sexbesessenen Polizisten, der als ausgeflippte Prostituierte auftaucht, über Rauschgiftorgien, Männer unten und Frauen oben ohne geradewegs ins skrupellos-witzige Chaos.

Mitwirkende

Bilder

Einbrecher  Dominik Halycz

Howard Miller  Herbert Schroers

Penny  Ingrid Schmitz

Jimmy  Andre Steinbis

Amelie  Alexandra Korschefsky

Captain Webber  Bernd Bausen

Mary-Ann Christa Korschefsky

George (Innenminister)  Hansi Engels

Polizist  Jo Steinbis

Geburtstagsüberraschung  Sandra Sosna

Inspektor  Bernd Bausen

Jill  Nicole Hohenberg

 

Regie Helmut Schmitz

Regieassistenz  Helmut Heckenbach

Technische Leitung  Albert Dzinbala

Ton  Sebastian Bausen

Licht  Richard Rittner

Souffleusen  Gisela Steinbis

 

<>22 - 22

Pressestimmen

Gillbachbühne feiert Premiere

VON SEBASTIAN MEURER

 

Rommerskirchen-Evinghoven (NGZ) Vor ausverkauftem Haus startete die Gillbachbühne gestern Abend mit ihrem neuen Stück "Hosenflattern". Die turbulente Komödie wird noch an diesem und dem kommenden Wochenende gespielt.

 

Hätte sich Howard Miller (Herbert Schroers) nicht das "geschmackloseste Zimmer von ganz London" für sein Techtelmechtel mit Penny (Ingrid Schmitz) ausgesucht, vielleicht wäre ja alles ganz anders gekommen. Dann jedoch hätte es die Boulevardkomödie "Hosenflattern" nicht gegeben, die gestern Abend beim Theaterverein Gillbachbühne ihre Premiere erlebte. Zu Handgreiflichkeiten kam es gestern Abend bei der ersten Aufführung der Boulevardkomödie Hosenflattern nur auf der Bühne. Hier rückt Jimmy alias André Steinbis (re.) dem bemitleidenswerten Buchmacher Howard Miller, gespielt von Herbert Schroers auf die Pelle. NGZ-Foto: H. Jazyk

 

Zwei Stunden lang glich die Bühne einem Tollhaus. Und das Publikum feierte die Gillbachbühne mit lang anhaltendem Beifall, wobei es für die Tanzeinlage der "singenden Geburtstagsüberraschung" (Sandra Sosna) Extra-Applaus gab. Zum Stück: Gleich zu Beginn klaut ein Einbrecher (Dominik Halycz) Howards Hosen. Gemeinsam mit Penny macht er sich auf die Suche nach Ersatz, was tumultartige Konsequenzen nach sich zieht. Sein alter Kumpan Captain Webber (Bernd Bausen) beschafft zwar ein komplett neues Outfit, doch auch das ist schnell verschwunden. Bald ist Howard ganz auf sich allein gestellt – Penny muss mit Jimmy (André Steinbis) zu einer Party, während Howards Au-Pair-Mädchen Amelie (Alexandra Korschefsky) ihn mit drogengefüllten Croissants auf weitere Abwege verlockt. Sogar als Frau muss Howard sich verkleiden, was einen brünstigen Polizisten (Jochen Steinbis) auf den Plan ruft.

 

Kompliziert wird das Ganze dadurch, dass in der Nachbarwohnung der Innenminister George (Hansi Engels) gleichfalls außerehelichen Aktivitäten mit Mary-Ann (Christa Korschefsky) frönt. Howard vermöbelt im Kampf um eine Hose den Minister, während ein Bombenalarm eine Spezialeinheit der Polizei mit einem Rambo als Inspektor im Kampfanzug (Bernd Bausen in einer spektakulären Doppelrolle) auf den Plan ruft. Der geht zunächst mehr als brachial zu Werke: "Unschuldig sein genügt heute nicht mehr", weiß der Terror-Bekämpfer. Zu Howards Glück kuscht der jedoch sofort, als er den Minister erkennt. Derweil hat sich Captain Webb mit seiner handgefertigten Bombe selbst pulverisiert.

 

Bleibt die Frage, wie der gute Ruf des Ministers gerettet werden kann. Der findige Inspektor weiß Rat und macht ihn kurzerhand zum Unterstützer der Polizeiaktion. Wovon auch Howard nach vollendeter Hosensuche gern profitiert hätte. Doch ehe er seiner Frau Carol das Lügenmärchen auftischen kann, lässt sie sich scheiden. Der Schwiegervater wirft den Buchmacher raus, der auch seinen Rolls Royce abgeben muss. Bleibt Penny, für die nun der Weg frei wäre – wenn diese nicht ihren Howard längst als Waschlappen erkannt und ihm den Laufpass gegeben hätte.

 

[Quelle: NGZ-Online]

 

© Gillbachbühne Evinghoven